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Origami – Was war das noch gleich

In der Kindheit wurde der Begriff Origami sicherlich häufig vernommen. Mittlerweile ist er jedoch nicht mehr so geläufig. Aus der Mode ist Origami dennoch nicht gekommen. Eigentlich geht es im klassischen Sinne darum, Papier zu falten und dabei neue Kunstwerke und Figuren entstehen zu lassen. So setzt sich Origami aus zwei Begriffen (ori und kami) zusammen. Mittlerweile hat sich aber bei uns in Europa die Bedeutung mit vielen anderen Bereichen verwässert. Bei der klassischen Nutzung steht ein zunächst viereckiges Blatt Papier im Vordergrund. Mit ein wenig Geschick und ohne viel Hilfsmittel können aus diesem Blatt die erstaunlichsten Figuren gezaubert werden. Im Handel gibt es heute hunderte von Büchern, Broschüren und sonstigen Anleitungen für teilweise atemberaubende Figuren, die nur rein aus einem Stück Papier gezaubert werden. Selbst dreidimensionale Formen sind dabei mit ein wenig Können möglich.

Das ist bei Origami erlaubt

Ein einfaches Origami

Die Figuren und Formen können bei Origami beschnitten, beklebt und auch bemalt werden. Dabei kann das Papier eingeschnitten werden, zusätzliche Teile können ebenfalls ausgeschnitten und angeklebt werden. Origami ist nicht nur ein Spaß für Kinder, sondern sorgt in praktisch jedem Alter für wundervolle Stunden. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Origami Kurse und Hilfen

Im Internet geistern kaum zählbare Anleitungen und Kurse für die Origami Kunst herum. Mit etwas Geschick können selbst Anfänger prächtige Figuren erschaffen. Ein gutes Gedächtnis ist aber unbedingt Pflicht. Zusätzlich finden bis heute in fast jeder Stadt Origami Kurse statt. Wer es ganz besonders wünscht, kann Mitglied in den traditionellen Kreisen werden. Auch in Deutschland bieten japanische Künstler gegen einen Mitgliedsbeitrag (der häufig im vierstelligen Bereich jährlich liegt) immer wieder Kurse der besonderen Art an. Günstiger geht es dabei aber schon über private Gruppen, die oft nur einen Selbstanteil für die entstehenden Kosten berechnen.

Origami als Verpackungskunst

Neben der reinen Bastelkunst, gibt es aber auch die Origami Kunst in der Verpackung. Genauer gesagt wird die Verpackungskunst hierbei als Origati bezeichnet und ähnelt dem Origami. Allerdings wird für diese Kunst ein spezielles Papier verwendet, das mit weißen und/oder roten Kordeln kombiniert wird. Vor 200 Jahren gab es bei dieser Technik weit mehr als 2000 unterschiedliche Verpackungsformen. Dabei wird die Verpackung an das Geschenk und den eigentlichen Anlass angepasst. Die jeweilig entstehenden Formen und Figuren haben in Japan bis heute Symbolcharakter. Eine gefaltete Papiertüte wird als Kranich bezeichnet und steht als Symbol für Langlebigkeit. Eine Verpackungsform, die vor allem an ältere Menschen über 60 Jahren gereicht wird. Überhaupt spielen Symbole beim Falten von Origami und Origati eine entscheidende Rolle.

Die Kordeln spielen hierbei eine weitere und sehr wichtige Symbolik. Bei der Anzahl lässt sich der Grad an Respekt gegenüber der beschenkten Person ablesen. Die Form des Knotens gibt darüber Aufschluss, was dem Beschenkten gewünscht wird.

Wie ist Origami entstanden

Hier ranken die unterschiedlichsten Mythen. Figuren und Formen werden in Japan von der Mutter zum Kind überliefert. Wann und wie Origami tatsächlich entstanden ist, kann heute keiner mehr sagen. Es wird vermutet, dass die ersten Anfänge im 7. Jahrhundert ihren Lauf nahmen. Das deckt sich in Etwa mit der Zeit, als in Japan das Papier bekannt wurde. Ob der Ursprung allerdings in Japan oder auch in China liegt, ist ebenso unbekannt. Sicher ist jedoch, dass die Japaner die einzigen waren, die das Papierfalten zu einer Kunstform entwickelten. Teilweise verwendete man in den alten Zeiten den Begriff Ori-Kati, der von einer Falt Form berichtete.

In Japan gibt es rund um Origami heute mehr als 2.000 Bücher, die Anleitungen der unterschiedlichsten Arten anbieten. Die Technik ist aber nicht nur eine reine Freizeitbeschäftigung, sondern wird seit langer Zeit bereits erfolgreich für pädagogische und therapeutische Zwecke eingesetzt. Mittels Origami lässt sich vor allem bei Kindern das künstlerische Geschick fördern, aber zugleich auch das mathematische sowie geometrische. So verwundert es nicht, das sich viele Origami Gruppen ganz gezielt Kindern ab 6 Jahren widmen.

Weltrekorde

Weltrekorde bei der Origami Kunst gibt es viele. Der Japaner Takuo Toda brach mit seinem Origami Flieger den längsten Flugrekord eines Papierfliegers. 27,9 Sekunden lang befand sich der gefaltete Flieger in der Luft.
Aber auch die japanische Weltraumagentur will Papierflieger einsetzen. Nein, das ist kein Scherz. Bekannt wurde hierzu eine dreijährige Machtbarkeitsstudie, die testen sollten, ob Papierflieger von der ISS gestartet werden könnten. Fast 90 Millionen Yen (fast 700.000 Euro) verschlang die Studie. Ob es Origami nun auch im Weltall gibt, ist aber unklar.

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